Projekte 2013-2014

Als Kooperationspartner in beratender Funktion, haben wir in Zusammenarbeit mit der CENFILA gGmbH das Projekt „Integration durch Bildung und Ausbildung" mitveranstaltet.

Das Projekt

Integration durch Bildung und Ausbildung

Wahlpflichtkurs "Pflege und andere soziale Berufe" im Rahmen der Berliner vertiefte Berufsorientierung BVBO 6 in Zusammenarbeit mit der 1. Gemeinschaftsschule Berlin, Campus Rütli.

Der Wahlpflichtkurs "Pflege und andere soziale Berufe" gibt den Schüler/innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 zunächst einen Überblick über verschiedene soziale Berufe, erstellt dann ein Portfolio zur Beschreibung der bereits erlangten sozialen Kompetenzen für diese Berufe und stellt schließlich folgende Berufe im Einzelnen vor: Medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, Staatl. anerkannte/r Sozialassistent/in und Erzieher/in, Masseur, Physiotherapeut/in, Ergotherapeut/in und Logopäde/in, Hebamme/Entbindungspfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in und schließlich den/die staatlich anerkannte Altenpfleger/in. Für alle Berufe sind Betriebsbesichtigungen, Schnupperunterricht und berufspraktische Erprobungen vorgesehen.
Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, die Chancen von Schulabgängern/innen der Neuköllner Sekundarschulen auf das erfolgreiche Absolvieren einer Ausbildung in den Gesundheitsberufen zu erhöhen und so dazu beizutragen, dass diese trotz vergleichsweise niedrigerer Schulabschlüsse am Wachstum der Gesundheitsbranche als Arbeitgeber partizipieren. Die erste kurzfristige Wirkung des Projekts wird folglich die verbesserte Informationslage von Schülern/innen mit Migrationshintergrund über berufliche Perspektiven im Gesundheitssektor sein. Aus dieser verbesserten Informationssituation heraus erhoffen wir uns Effekte für eine kompetente und individuelle Berufsorientierung von interessierten Schülern/innen in Kooperation mit Berufsfachschulen und den Betrieben. Die fehlende berufliche Orientierung im Elternhaus wird institutionell durch die enge Netzwerkzusammenarbeit der Projektakteure aufgefangen. Die durch das Projekt besser informierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden in den jeweiligen Migrantencommunities als Multiplikatoren wirken. Sie geben die Informationen über die veränderte institutionelle Unterstützung an Eltern und Nachfolgegenerationen weiter. Durch den Aufbau eines institutionellen Netzwerkes aus beratendem und begleitendem Verein mit Sekundarschule, Berufsfachschule und Praxiseinrichtungen wird mittelfristig der Übergang von der allgemeinbildenden Schule in den Beruf für die betroffenen Schüler/innen mit Migrationshintergrund erleichtert und eine größere Anzahl von Absolventen gelangt in Ausbildungsverhältnisse. Insofern trägt das Projekt langfristig auch zur nachhaltigen Deckung des Fachkräftebedarfs im Gesundheitssektor bei.

Auch in diesem Projekt haben wir beratend unterstützt und als Bündnispartner fungiert.
Geocaching-Projekt "Berlin-Neukölln: Vergangenheit-Gegenwart und Zukunft"

Unser erstes Geocaching-Projekt zum Thema "Berlin-Neukölln: Vergangenheit-Gegenwart und Zukunft" ist nunmehr abgeschlossen. 13 Schüler/-innen des 10. Jahrgangs der Gemeinschaftsschule Neukölln auf dem Campus Rütli waren, ausgestattet mit Tablets und einer Förderung durch den Bundesverband der Schulfördervereine (Kultur macht stark), von Oktober 2014 bis Januar 2015 in Neukölln unterwegs. Es ging darum, die lokalen sozialräumlichen Gegebenheiten Neuköllns darzustellen und sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Neuköllns auseinanderzusetzen. Im Rahmen von 4 Geocaching-Missionen untersuchten wir das geschichtsträchtige Viertel Rixdorf, den Verkehrsknoten Hermannplatz, die wichtige Verkehrstangente Sonnenallee sowie ausgewählte Lieblingsorte an unterschiedlichen Stellen des Bezirkes. Die Projektgruppe hat in Teamarbeit durchdrungen wie Neukölln entstanden ist. Dabei wurden sie auch angeregt, herauszufinden, was sie selbst damit zu tun haben und wie selbst selbst die Entwicklung des Stadtviertels mitgestalten, bzw. mitgestalten können.
Bei den Missionen haben die Teilnehmer/-innen mit ihren Tablets Ereignisse beschrieben, fotografiert, Hintergründe erfragt und dargestellt. Bei dem Projekt haben sie entdeckt, wie interessant sich die Entwicklung eines Ortes abbildet, wenn man historische Zusammenhänge erkennt und dass vermeintlich Alltägliches dadurch an Bedeutung gewinnt, sobald man mehr darüber weiß.

Eine Übersicht über unsere 1. GPS-Route durch Neukölln sowie die Ergebnisse unserer Recherchen und Feldforschungsexpeditionen sind nun in Form von Texten, Fotos, Audio-und Videoaufnahmen auf dem Portal von "www.wirbildendeutsch=land" veröffentlicht.

Das Projekt wurde von Nijnski Arts Internacional e.V., unterstützt durch die Bündnispartner BNW 24 Beratungsnetzwerk e.V. und Campus Bildung im Quadrat, durchgeführt. Die Projektverantwortlichen sind Jaqueline Görgen und Katharina La Henges.